0Hydroponiksystem
Hydroponik ist der Anbau von Pflanzen ohne Erde. Blumen, Kräuter und Gemüse werden in einem inerten Substrat gepflanzt und mit nährstoffreichen Lösungen, Sauerstoff und Wasser versorgt. Dieses System fördert schnelles Wachstum, höhere Erträge und eine hervorragende Qualität.
Welche Pflanzen können hydroponisch angebaut werden?
Obwohl sich fast alle Nutzpflanzen hydroponisch anbauen lassen, sind Blattsalat, Tomaten, Paprika, Gurken, Erdbeeren, Brunnenkresse, Sellerie und einige Kräuter am weitesten verbreitet. Ein Schlüsselfaktor bei der Systemauslegung für eine bestimmte Nutzpflanze ist die Art der Unterstützung in der Nährlösung.
Arten von Hydrokultursystemen
1. Dochtsystem:Nährstoffe werden aus einem Wasserreservoir über eine Schnur in das Pflanzsubstrat gepumpt. Diese Methode ist bei Hobbygärtnern beliebt, die Hydrokultur ausprobieren möchten. Für größere Pflanzen ist sie jedoch weniger geeignet, da die Schnur nicht genügend Wasser transportieren kann. Eine falsche Installation oder Materialwahl kann zudem zum Absterben der Pflanzen führen.
2. Tiefwasserkultursystem:Dieses System funktioniert, indem Pflanzen in Töpfen auf einem schwimmenden Halter platziert werden, sodass die Wurzeln im Substrat liegen. Es zirkuliert das Wasser, reduziert so den Wasserverbrauch und ist kostengünstig und wartungsarm. Allerdings eignet sich diese Methode nicht für große Pflanzen oder solche mit langer Wachstumsperiode, da diese leicht genug sein müssen, um vom schwimmenden Träger gut getragen zu werden.
3. Nährfilmtechnik (NFT):Dieses System wird in vielen Bereichen eingesetzt.vertikale FarmenDiese Systeme sind im Prinzip Pflanzenwolkenkratzer. Sie funktionieren, indem sie einen kontinuierlichen Nährstofffluss zur Pflanze und zurück zum Reservoir durch ein leicht nach unten gerichtetes Rohr ermöglichen. Diese Konstruktion hat zwei Vorteile:benötigt nichtein Timer, weil derPumpe läuftDer 24/7-Betrieb spart zwar Zeit und Aufwand (könnte aber bei Stromausfall problematisch sein) und macht ein Substrat überflüssig. Allerdings ist der Wartungsaufwand etwas höher, da die Pflanzenwurzeln darauf achten müssen, dass das System nicht verstopft. Außerdem muss regelmäßig die Pumpe überprüft werden, um eine ausreichende Nährstoffversorgung der Pflanzen zu gewährleisten.
4. Ebbe-Flut-System:Bei dieser Methode wird die Nährstoffzufuhr vom Reservoir zur Anzuchtschale mithilfe einer Zeitschaltuhr reguliert. Nachdem die Pflanzenwurzeln vollständig mit Nährstoffen versorgt wurden, fließen diese wieder in das Reservoir zurück. Das System lässt sich individuell an die Bedürfnisse des Anbauers anpassen und ist wasser- und energieeffizient, benötigt jedoch eine relativ große Menge an Anzuchtsubstrat.
5. Tropfsystem:Dieses System nutzt eine Zeitschaltuhr, die steuert, wann die Nährlösung durch mehrere Tropfschläuche geleitet wird, um die Pflanzen mit feinsten Wassertropfen zu versorgen. Es ist relativ günstig und ermöglicht eine präzisere Steuerung des Bewässerungsablaufs. Für einen kleinen Hausgarten ist es jedoch wahrscheinlich überdimensioniert und kann viel Wasser verschwenden.
6. Aeroponik:Aeroponik zählt zu den komplexesten Hydroponik-Methoden. Die Pflanzen hängen frei in der Luft und benötigen kein Substrat. Ein Zeitschaltuhr steuert ein Sprühsystem, das die Wurzeln regelmäßig mit Nährstoffen versorgt. Dadurch erhalten die Wurzeln mehr Sauerstoff.
7. Aquaponik:In der Aquaponik werden Fische – und manchmal auch andere Wassertiere wie Schnecken, Garnelen und Krebse – und Nutzpflanzen zu einem symbiotischen System kombiniert. Aquaponische Anlagen sind einzigartig, da sie Fischzucht mit Hydroponik verbinden. Beide Systeme arbeiten zusammen und schaffen so ein potenziell nachhaltigeres System, in dem jedes Element dem Ganzen zugutekommt.
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